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  Als die Domain Google.de noch frei war

Michael Janik ist ein Webdesigner und Suchmaschinenoptimierer aus Hamburg.

Bereits in den 90igern hat Michael Janik für die damals populären Suchmaschinen Fireball und Altavista optimiert. Dies war zu der Zeit auch relativ leicht. Einfach ein paar Suchbegriffe hintereinander im Titel und auf der Webseite und schon war die eigene Homepage auf der ersten Seite bei den Suchergebnissen. Extrem lange Listen mit tausenden Suchbegriffen auf der Homepage als weißer Text mit weißem Hintergrund waren damals auch der große Renner. Dementsprechend sahen dann die Suchresultate bei Fireball und Altavista aus.

Google war vor 1999 nur in Fachkreisen bekannt. Es war ein Projekt von zwei Studenten auf einer Universität in den USA. Fachzeitschriften berichteten darüber, dass ein neue Suchmaschinentechnologie kommen wird, welche die Welt der Suchenden revolutionieren wird.

Als Michael Janik (einer der ersten SEOs Deutschland) das erfuhr, leuchteten die Augen und die Erwartungen waren groß.

Als man dann nachschaute ob Google.de schon online ist, war das Staunen groß, denn Google.de war noch frei.

Mit einem etwas mulmigen Gefühl wurde die Domain dann im Januar 1999 auf Michael Janik eingetragen. Die Frage war jetzt, wie konnte man die Domain eventuell behalten. Die damalige Lösung dafür schien zunächst einfach. Die Seite Google.de sollte mit nicht kommerziellen Inhalten gefüllt werden. Vielleicht hätte man dann eine Chance vor Gericht, die Seite behalten zu dürfen.

So kam es, dass man anfänglich witzige Spaßbilder unter www.google.de finden konnte. Spaßbilder mit lustigen Figuren, dessen Gesichter durch eine bestimmte Bildbearbeitungssoftware verzehrt wurden. Supergroße Augen, extreme Münder, schiefe Nasen etc. Diese verzehrten Gestalten wurden dann Googles genannt, um den Domainnamen www.google.de zu rechtfertigen.

Leider verpuffte der Traum, die Domain behalten zu können, als die ersten Gerichtsurteile zu Domainstreitigkeiten veröffentlicht wurden. Selbst Privatleuten mit dem Nachnamen als Domain, verloren vor Gericht und mußten die Internetadresse an die markenstarken Firmen abgeben.

Als dann Michael Janik im November 1999 das Anwaltsschreiben bekam, wurde die Domain anstandslos und ohne Bedingungen abgeben, trotz des Druckfehlers im Anwaltsschreiben, eine Erklärung bis zum 30 November 19999 einzureichen, dass man die Domain Google.de übertragen wird.

Eine verpasste Chance? Vielleicht!




Verantwortlich für den Text:
Michael Janik

Webdesigner Hamburg

Homepage: http://www.janik.cc

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