22. Oktober 2009
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu dolmetschen.
Im Folgenden sollten die wichtigsten kurz vorgestellt werden.
Zum einen sei an dieser Stelle das Simultandolmetschen genannt. Es findet, wie der Name schon sagt, simultan statt.
Das heißt, der Simultandolmetscher hört dem Gesprochenen zu, übersetzt es zeitgleich und die Übersetzung wird an die entsprechenden Personen übermittelt. Das geschieht meistens von einer schalldichten Kabine aus. Der Sprachmittler ist mit Mikrofon und Kopfhörer mit den Personen, die an der Konferenz oder Tagung teilnehmen, verbunden.
Da das Simultandolmetschen ein höchstes Maß an Konzentration erfordert und daher sehr anstrengend ist, arbeiten die Simultandolmetscher meist zu zweit oder zu dritt und wechseln sich alle halbe Stunde ab.
Eine andere Form ist das Konsekutivdolmetschen. Dabei trägt der Redner einen Teil seiner Rede vor, meist einen oder zwei Sätze. Der Übersetzer überträgt das Gesagte dann am Stück. Der Vortrag dauert somit insgesamt doppelt so lange, wie wenn der Redner alleine sprechen würde. Der Übersetzer wendet dabei teilweise die Stenotechnik an, somit kann er auch längere Phrasen übersetzen.
Das Konsekutivdolmetschen ähnelt dem Verhandlungsdolmetschen, bei dem ebenfalls längere Sätze und Abschnitte übertragen werden, hier wird aber ohne Steno gearbeitet.
Gedolmetscht wird auch vor Gericht, wenn die Beteiligten zum Beispiel der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Teilweise wird dabei auch ein Übersetzer eingesetzt, der etwa das Gerichtsprotokoll in die erforderliche Sprache bringt. Er muss dann allerdings beeidigt worden sein.
Beim Gebärdendolmetschen wird „normal“ gedolmetscht, nur dass der Dolmetscher die gesprochenen Worte mittels Gebärdensprache übermittelt. Hierbei muss der Dolmetscher also nicht nur der Sprache selbst, sondern auch der Gebärden mächtig sein.
Zuletzt sei das Flüsterdolmetschen genannt. Dabei wird der jeweiligen Person die Übersetzung ins Ohr geflüstert, wobei auch das ein hohes Maß an Konzentration erfordert.
Der Dolmetscher sitzt dabei neben der Person und flüstert ihr Satzteile oder ganze Sätze ins Ohr. Teilweise wird dabei auch eine Flüsteranlage eingesetzt, ansonsten kommt aber keinerlei Technik zur Anwendung
Verfasser des Artikels:
Thomas Busch
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